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Afrikanische Pioniere:
Trägerkarawanen im westlichen Zentralafrika (ca. 1850-1890)

368 S., 10 Karten, 13 Strichzeichnungen, 51 Fotos,
Frankfurt am Main: Otto Lembeck Verlag 2002
ISBN 3-87476-410-9
Ca. Eur 25,-

Handel, Forschung und Kommunikation sind die wesentlichen prägenden Faktoren im westlichen Zentralafrika des 19. Jahrhunderts gewesen. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Trägerkarawanen, die in diesem Zeitabschnitt ein besonders dichtes Handels- und Kommunikationsnetz in Innerafrika schufen, das sich überaus flexibel an die sich rasch verändernden wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten anpasste.

Aus wechselnden Perspektiven - der europäischen Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts, biographischer Skizzen einiger Karawanenführer, Dolmetscher und Träger sowie neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse - wird die bisher weitgehend übersehene afrikanische Eigenleistung bei der Erschließung Zentralafrikas aufgezeigt. Routenkarten und bisher unveröffentlichte Portätaufnahmen einiger der namentlich bekannt gewordenen Akteure ergänzen die Beschreibung. Die Vernetzung dieser afrikanischen Unternehmungen mit den transatlantischen und innerafrikanischen Entwicklungen, die Alltagsbedingungen der Karawanenreisen sowie ihre komplexen Strukturen sind weitere zentrale Aspekte der Arbeit.

Die Trägerkarawanen mit ihren afrikanischen, luso-afrikanischen und europäischen Führern hatten an den von ihnen angestoßenen Prozessen weit mehr als nur einen herausragenden wirtschaftlichen und handelspolitischen Anteil. Denn in diese Prozesse waren außer Handelsgütern auch Objekte des täglichen Lebens, Fertigkeiten und Kenntnisse involviert sowie, was bisher kaum Beachtung gefunden hat, Nachrichten, Informationen und Gerüchte. Fernhandelskarawanen schufen daher neuen Kommunikationsräume bzw. erweiterten bestehende und verknüpften lokale zu überregionalen.

Eine herausragende Rolle spielten bei diesen vielschichtigen Prozessen die sogenannten Ambakisten, Angehörige einer luso-afrikanischen Mischkultur von meist schwarzer Hautfarbe, die sich als Weiße verstanden und in vielfältiger Hinsicht die afrikanischen Pioniere par excellence im westlichen Zentralafrika gewesen sind.


Autorin:
(Informationen über Frau Dr. Heintze)
Dr. Beatrix Heintze
(ehemalige Mitarbeiterin des Frobenius-Institutes)
Frobenius-Institut
Grüneburgpark 1
60323 Frankfurt
  Tel. Sekretariat: (069) 798 330 50
Heintze@em.uni-frankfurt.de
www.frobenius-institut.de

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