ANGOLANISCHE BOTSCHAFTERIN IN DEUTSCHLAND VERTEIDIGT DRINGENDE UMSETZUNG DER PORTFOLIO-ABKOMMEN ZWISCHEN DEN BEIDEN LÄNDERN

Mrz 1, 2021

Die angolanische Botschafterin in Deutschland, Balbina Malheiros Dias da Silva, sprach in einem Interview mit RTP África am 24. Februar über das Leben der angolanischen Gemeinschaft in Deutschland. Auf sozialer Ebene sprach sie über den Prozess der Ausstellung von Dokumenten für angolanische Einwanderer und verteidigte im Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern die Umsetzung der Vereinbarungen im Portfolio.

Die politisch-diplomatischen Beziehungen zwischen Angola und Deutschland reichen viele Jahre zurück; von der Deutschen Demokratischen Republik bis zur heutigen Bundesrepublik Deutschland.

Im Rahmen der „Gemeinsamen Absichtserklärung“ wurden mehr als 33 Abkommen zwischen beiden Ländern geschlossen, die durch die Besuche des angolanischen Präsidenten João Lourenço in Deutschland und der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Angola intensiviert wurden.

Die aktuelle Regierung hat 2017 den Reformprozess eingeleitet, der ausländische Investitionen fördern und die Wettbewerbsfähigkeit steigern soll. Zu diesem Zweck wurden Maßnahmen ergriffen, um das Geschäftsumfeld zu verbessern, die Abhängigkeit vom Öl zu verringern und ausländische Investitionen in andere Wirtschaftssektoren des Landes zu locken.

„Wir haben Angolaner in allen sozialen Bereichen in Deutschland. Angolaner sind hier nicht nur von der lokalen Regierung abhängig, sondern arbeiten auch und tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. Wir sind stolz auf unsere Bürgerinnen und Bürger, die es aus eigener Kraft geschafft haben, eine berufliche Laufbahn einzuschlagen und heute in ihren Tätigkeitsfeldern erfolgreich sind. Wir haben Ärzte, Ingenieure, Lehrer und so weiter“, erklärte sie.

In dem Interview sprach die Botschafterin auch über die soziale Unterstützung, die die Botschaft und der Konsularabteilung der angolanischen Gemeinschaft in Deutschland leisten und damit versuchen, zur Lösung unterschiedlicher Probleme der Gemeinschaft beizutragen. Ebenso wie bei Tod und Krankheit.

Die Verzögerung bei der Ausfertigung von Pässen ist immer noch eines der Probleme, die die Gemeinschaft am stärksten treffen, und die Botschafterin antwortete mit den Worten:

„Pässe werden beim Migrations- und Ausländeramt in Angola ausgestellt. Die Botschaft schickt die Prozesse in die angolanische Hauptstadt, wo sie fallspezifisch bearbeitet und später an die Botschaft hier in Deutschland zurückgeschickt werden.“ Die angolanische Vertreterin in Deutschland sagte auch, dass einige angolanische Staatsbürger, die in diesem europäischen Land leben, ihren Namen austauschen oder ändern, was zur Verzögerung bei der Bearbeitung einiger Pässe beigetragen hat.

Sie sprach auch über die jährliche Entsendung von angolanischen Kindern mit verschiedenen Behinderungen in das Friedensdorf International-Körperrehabilitationszentrum, insbesondere in diesem ungewöhnlichen Jahr, das wir aufgrund der Covid-19-Pandemie erleben.

Das vollständige Interview sehen Sie im Video unten.